Spielhaus "Grün-Weiß"

Julia Lohmann: Spielhaus Grün-Weiss
Julia Lohmann: Spielhaus Grün-Weiss Julia Lohmann, Künstlerin: Spielhaus "Grün-Weiß", 199 - 2000.
Wandsegmente aus Weidenruten, Dachsegmente aus Segeltuch.
Gefördert von der Nordrhein-Westfalen-Stiftung für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege
Julia Lohmann: Spielhaus Grün-Weiss Die Raumbildung des Spielhauses erfolgt über drei bis vier Meter hohe lebende Wände aus Weidengeflecht. Nur ein Teil der Weiden ist gepflanzt und kann in die Höhe wachsen. Ruten ohne Bodenkontakt sind hineingeflochten, um eine bestimmte Dichte zu erreichen, die aber die Wände nicht 'schließt'. Das Geflecht bleibt un-regelmäßig und offen, so dass die Wände wohl Schutz und Schatten spenden, aber zugleich locker und luftig sind.

Die Wände bilden eine Anlage von 10 m Länge und 12 m Breite. Die Anlage ist dreigeteilt. Der offene Mittetelteil in Nord-Süd-Richtung dient dem durchlässigen Spiel, der östliche Raumteil ist mit Bänken ausgestattet und dient als Ruheraum. Der westliche Raumteil liegt im Schatten einer alten Hecke aus Zierkirschen. Er dient als Lagerraum für Spielgeräte und als Naturküche.

Der Fluss der Wände, die den Mittelteil flankieren, wird unterbrochen von einer Konstruktion aus zwei 10 m langen ungeschälten Rundhölzern, die sich im oberen Drittel überkreuzen und so das Auflager abgeben für eine Querstange, die den First für ein Zeltdach bildet. Die seitlichen Räume sind durch Sonnensegel überdacht. Diese bilden sich überlappende 'Segelsysteme'. Es sind nach Osten sechs, nach Westen drei Sonnensegel, welche die Grundformen Dreieck und Quader des Grundrisses aufnehmen und in die gepflanzte Struktur einspannen. Für die Ableitung des Wassers erhielt das Spielhaus eine Drainage aus Kies.

Kontakt: Projekt Heckenhäuser; zuletzt aktualisiert durch G. Klarner am 06.04.2008