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Die
Raumbildung des Spielhauses erfolgt über drei bis vier Meter
hohe lebende Wände aus Weidengeflecht. Nur ein Teil der Weiden
ist gepflanzt und kann in die Höhe wachsen. Ruten ohne Bodenkontakt
sind hineingeflochten, um eine bestimmte Dichte zu erreichen, die
aber die Wände nicht 'schließt'. Das Geflecht bleibt un-regelmäßig
und offen, so dass die Wände wohl Schutz und Schatten spenden,
aber zugleich locker und luftig sind.
Die Wände bilden
eine Anlage von 10 m Länge und 12 m Breite. Die Anlage ist
dreigeteilt. Der offene Mittetelteil in Nord-Süd-Richtung dient
dem durchlässigen Spiel, der östliche Raumteil ist mit
Bänken ausgestattet und dient als Ruheraum. Der westliche Raumteil
liegt im Schatten einer alten Hecke aus Zierkirschen. Er dient als
Lagerraum für Spielgeräte und als Naturküche.
Der Fluss der Wände,
die den Mittelteil flankieren, wird unterbrochen von einer Konstruktion
aus zwei 10 m langen ungeschälten Rundhölzern, die sich
im oberen Drittel überkreuzen und so das Auflager abgeben für
eine Querstange, die den First für ein Zeltdach bildet. Die
seitlichen Räume sind durch Sonnensegel überdacht. Diese
bilden sich überlappende 'Segelsysteme'. Es sind nach Osten
sechs, nach Westen drei Sonnensegel, welche die Grundformen Dreieck
und Quader des Grundrisses aufnehmen und in die gepflanzte Struktur
einspannen. Für die Ableitung des Wassers erhielt das Spielhaus
eine Drainage aus Kies.
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